Das Wappen “Lameyer” (aus dem Buch von Horst Lameier, 122-123)

Mit der Entwicklung der Familienzweige in Bassum, Twistringen, Bremen und der gleichzeitigen Übernahme von öffentlichen Ämtern, ja mit der Begründung der Handelshäuser in Bremen und Twistringen, ergab sich schon relativ früh die Notwendigkeit, ein Wappen zu führen. Es läßt sich nicht mehr feststellen, wann dieses Wappen, wie vielfach üblich nach freiem Ermessen, angenommen wurde. Es weist aber vieles darauf hin, daß das im Nachfolgenden beschriebene Wappen, das von den Familien in Bassum, Twistringen und Bremen geführt wurde, ab ca. 1690 in der Familie im Gebrauch war.

Es ist nicht anzunehmen, daß auf dem Stammhof, dem Lahof, dieses Wappen schon vererbt wurde, jedenfalls läßt sich hierfür kein urkundlicher Nachweis führen. Auch war dort bis in die jüngste Zeit von der Ex:istenz des Familienwappens nichts bekannt. Im Gegenteil hatte man dort vor ca. 100 Jahren, vermutlich nach der Belehnung des Hofes mit ausgedehntem Besitz durch den König von Hannover , ein ganz anderes Wappen angenommen.

Das traditionelle Wappen der Familie Lameyer ist:

  • Schräglinks geteilt von Blau und Rot. Im blauen Feld eine silberne 5-blättrige Rose mit gelben Samenboden und grünen Kelchblättern.
  • Im roten Feld eine silberne Sense. Helmzier: drei goldene Roggenähren.

Erhalten ist dieses Wappen in der Bremer Linie auf den Wappentafeln der Diakone am Bremer Dom für:

  • Friedrich Lameyer, 1702
  • Friedrich Lameyer, 1752
  • Johann Rudolf L., 1729
  • Johann Friedrich, um 1759
  • Johann Rudolf, 1768
  • Johann Matthias L., 1785
  • Bernhard Eduard, 1834

Im Senatswappenbuch der Hansestadt Bremen für Johann Matthias L., Ältermann, 6.10.1801, Senator 29.7.1809. 

In der Bassumer bzw. Twistringer Linie, auf einem Testament v. 19.12.1730, wo Arend Lameyer als Hausvoigt von Freudenberg als Zeuge siegelt.

Weiter in einem Schreiben des Arend Lameyer vom 12.9.1734.

In der Twistringer Linie auf einer Rechtsanwaltsvollmacht der Witwe Lameyer, geb. Isverdings, vom 9.11.1715.

Auf einer Grabplatte des 1691 in Twistringen geborenen Johann Rudolf Lameyer, für sich und seine Frau Sophia Johanna Loose in der Liebfrauenkirche in Bremen, ist eine abweichende Form (anstelle der 5-blättrigen Rose ein 8-strahliger Stern) .

In Briefen des Franz Wilhelm L. um 1730 als Kanoniker am Alexanderstift haben wir auch hier ein abweichendes Wappen. Anstelle der 5-blättrigen Rose ein 6-strahliger Stern. Durchgesetzt hat sich schließlich das Rosen-Sensen-Wappen.